
Gemeinsame Werte gibt es nur in der Freimaurerei
Die Wolfstieg-Gesellschaft hat mit dem Kolloquium vom 23. November 2014 etwas Großartiges und Einmaliges organisiert. Die Teilnehmer haben in der Darstellung verschiedener Rituale und Riten erkannt, dass uns alle mehr Gemeinsamkeiten verbinden, als wir angenommen haben. Das ist der richtige Anfang für die Zukunft der Freimaurerei.
Ich weiß, dass es heißt, man spricht nicht über alles. Das gilt nicht für uns. Das gilt nicht für die Freimaurer, und deshalb gilt es nicht für uns. Dieser erste wichtige Schritt hat gezeigt, dass wir alle die gleichen gemeinsamen Ziele verfolgen, auch wenn wir manchmal unterschiedliche Meinungen vertreten. Dieser Dialog hat von uns viel Demut und Toleranz abverlangt und ist auf das Verständnis jedes Einzelnen gestoßen, dass wir statt auf unbegründete Kritik viel mehr auf Kooperation setzen sollten. Wir sind alle Freimaurer, wir sind alle Brüder und Schwestern und können gemeinsam viel mehr für unsere Ziele in dieser schwierigen Zeit erreichen.
Der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und Riten sowie ihren unterschiedlichen Ritualen – bei Männern, Frauen und gemischten Logen – ist das entscheidend. Weitere größere Kolloquien, Foren, Konferenzen und Workshops können uns zusammenbringen, um unsere Perspektiven besser und breiter zu teilen und Missverständnisse auszuräumen. Ein konstruktiver Dialog in einem sehr großen Rahmen ist die Lösung.
Bereits in diesem Kolloquium haben wir unsere gemeinsamen Ziele identifiziert. Trotz unterschiedlicher Meinungen gibt es oft gemeinsame Werte wie Frieden, Gerechtigkeit, Respekt für das Leben und die Förderung des Wohlergehens. Die Identifikation dieser gemeinsamen Werte kann als Grundlage für Kooperationen dienen.
Basierend auf unserem ethischen Verhalten und unserer persönlichen Integrität haben wir uns auf die Winkelwaage geeinigt. Die Harmonie und das Gleichgewicht der Vorträge und Gespräche haben zudem bewiesen, dass wir mit Maß und Ausgewogenheit zusammen viel mehr erreichen können.
Die Toleranz gegenüber unterschiedlichen Meinungen, Glaubensrichtungen, Kulturen und Organisationen verschiedener Logen hat sich in allen Gesprächen und Diskursen über den ganzen Tag gezeigt. Da wir alle nach Selbstverbesserung streben, hat es alle Teilnehmer ermutigt, weitere gemeinsame philosophische Reflexionen und ethische Auseinandersetzungen zu führen. Dies zeigte sich beispielsweise im Gespräch über den Namen des Unaussprechlichen, um daraufhin den Widerspruch festzustellen.
Die Präzision unseres Austausches und unsere moralische Integrität haben gezeigt, dass wir uns alle an denselben Maßstäben orientieren und nach gleichen Idealen streben. Lasst uns die tiefere Bedeutung des Senkbleis nicht vergessen. Sie wird uns helfen, noch intensiver und vielfältiger an unserer persönlichen und spirituellen Entwicklung zu arbeiten.
Allen Teilnehmern ist nochmals bewusstgeworden, dass wir alle die gleiche Überzeugung haben, auch wenn unsere genauen Auffassungen abweichen können. Genau das ist, was wir brauchen, denn ein Perspektivwechsel führt nicht zu einem anderen Ziel, sondern zu anderen Sichtweisen auf dasselbe Ziel. Wir sollten die Chancen, die sich darin verbergen, intensiv und täglich nutzen!
Die Symbolik spielt eine zentrale Rolle in allen Ritualen und Versammlungen. Auch in diesem Fall erkennen wir immer wieder die Wichtigkeit der Erkundung aller Möglichkeiten, die ein Symbol uns bietet. Für uns alle steht der rechte Winkel in der Freimaurerei für die fundamentalen Werte von Ehrlichkeit, Fairness und moralischem Handeln. Lasst uns bitte in dieser sehr wichtigen Zeit viel öfter im rechten Winkel begegnen und unseren Schwestern, Brüdern und Suchenden unsere Qualitäten zeigen und sie ermutigen, Gleiches zu tun.
Weitere Informationen:
https://wolfstieg-gesellschaft.org/bericht-uber-das-freimaurer-kolloquium-in-mannheim-am-23-112024